Kreisverbandsschleppjagd Seit den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wird alljährlich eine Schleppjagd mit der Niedersachsenmeute e.V. veranstaltet. In diesem Jahr fand die 52. Schleppjagd statt. Neuerung war, dass sich der Reitverein Vögelsen-Mechtersen bereit erklärt hat, die Jagd auszurichten, nachdem der Reitverein Neetze darum gebeten hatte, die Jagd an anderem Ort durchzuführen. Der Termin der Jagd blieb der bereits Angekündigte: 15.09.2018 Gestartet wurde der Tag mit einem Feldgottesdienst. Danach ritten rund 50 Reiter in 3 Feldern mit, einem springenden, einem nicht springenden und einem Trabfeld. Wie im letzten Jahr war auch wieder die Niedersachsenmeute, angeführt durch Cosimo von Dungern, anzutreffen. Vielen Dank an Familie von Ziegner und die zahlreichen Helfer, dass sie die Jagd übernommen und so großartig durchgeführt haben! Bericht aus 2017: Auch im Jahr 2017 lud der KreisPferdeSportVerband Lüneburg wieder zur alljährlichen Jagd ein: Wir freuen uns über die rege Teilnahme an der 51. Kreisverbands-Schleppjagd in Neetze! Es waren knapp 60 Reiter mit der Niedersachsenmeute unterwegs durch die Feldmark in Neetze. Angeführt wurde das erste Feld von Cosimo von Dungern. Das zweite Feld, bestehend aus vielen Jugendlichen, die das erste Mal an einer Jagd teilnahmen, wurde von Johanna Cordes angeführt. Die Jugendjagd wurde in diesem Jahr in die Neetzer Jagd eingebunden. Die Jugendlichen absolvierten im Vorfeld ein Training mit Cosimo von Dungern, um sich auf diese Jagd vorzubereiten. Dies war ein voller Erfolg und wir hoffen, dass alle Jugendlichen und natürlich auch die bekannten Teilnehmer im kommenden Jahr wieder in Neetze dabei sein werden! Bericht aus dem Jahr 2011: In den Anfängen wurde sie mit großer Unterstützung der Bundeswehr auf dem Truppenübungsgelände rund um den Timeloberg in Deutsch Evern durchgeführt.  Nach wenigen Jahren wurde der Gutshof Cordes in Neetze Mittelpunkt der Veranstaltung. So auch für die 45. Schleppjagd des Kreispferdesportverbandes im Jahre 2011. Wochen vor der Veranstaltung am zweiten Septemberwochenende beginnt Jochen Cordes mit großer Unterstützung seiner Familie und den Freunden des Hofes mit den Vorbereitungen der Jagd. Eine interessante Strecke, die durch Wald und Feld führt, die natürliche Hindernisse geschickt nutzt und mit zusätzlich gebauten Hürden ausgestattet werden kann, muss gefunden werden. Eine Strecke, die in die Feldmark zwischen Neetze, Süttorf  und Thomasburg und in die Wälder am Langen Berg und Brummelberg führt und auf der alle Reiter ihren Möglichkeiten entsprechend Freude am Reiten in der Natur finden können. Erlaubnisse und Absprachen mit den Landwirten, den Jagdberechtigten und vielen anderen sind zu treffen. Hindernisse werden gebaut, der Platz zum Parken der Pferdetransporter wird präpariert, die Tränkestellen für die Hunde hergerichtet und nicht zuletzt der Hof für alle Gäste vorbereitet. Selbstverständlich gehört hierzu die Beschaffung von Speisen und Getränken für die Jagdgesellschaft. Zeitig werden die Einladungen zur Jagd versandt, sodass sich vor allem Reiter aus der Region mit ihren Pferden und eine ganze Reihe unberittener Zuschauer zum Stelldichein auf dem Gutshof einfinden. Nach lauten Signalen aus den Parforcehörnern der berittenen Bläsergruppe St. Mauritius aus Ebstorf  begrüßen Jochen Cordes und  der Vorsitzende des Kreispferdesportverbandes die Gäste. Im großen Halbkreis stellen sich die Reiter auf ihren Pferden den Bläsern, der Meute und den Jagdherren gegenüber auf. Die zahlreichen Zuschauer halten sich am Rand in der Nähe der für sie bereitgestellten Transportanhänger auf. Besonders werden die Hunde und die Equipage der Niedersachsen-Meute begrüßt. Der Master führt die Foxhounds mit Hilfe einiger Piqueure. Die Meute besteht zumeist aus 11 bis 14 Koppeln, wobei zwei Hunde eine Koppel bilden. Die 22 bis 28 Foxhounds jagen selbstverständlich keinem lebendem Wild nach, sondern folgen einer künstlich gelegten Fährte. Die Aufgabe des Masters und seiner Piqueure besteht darin, die Meute zusammen und an der Fährte zu halten.   Die Jagdgesellschaft gliedert sich zumeist in ein springendes und ein nicht springendes Feld. Die teilnehmenden Reiter überlegen sich vorab, in welchem Feld sie reiten möchten, um für sich und ihr Pferd, aber auch für die Gesellschaft insgesamt, möglichst viel Freude an dem Ritt zu ermöglichen. Nach Einteilung der Felder sucht der Reiter seinen Platz hinter dem bestimmten Feldführenden und macht sich mit den anderen Reitern vertraut. Nachdem die Zuschauer die bereitgestellten Transportfahrzeuge bestiegen haben, bricht die Jagdgesellschaft zum ersten Anlegen in der Nähe des Hofes auf.   Eine besondere Aufgabe fällt jetzt aus dem Kreis der Piqueure dem Schleppenleger zu. Mittels einer, aus einem speziellen am Sattel befestigten Kanister, tropfenden, besonderen Flüssigkeit, der Losung, legt er die künstliche Fährte. Begleitet wird er von einem ortskundigen und mit dem geplanten Verlauf der Strecke vertrauten Reiter. Mit einigem Abstand werden beide der Jagdgesellschaft vorweg reiten. Dabei müssen sie in Abhängigkeit der Feuchte des Bodens, der Höhe des Bewuchses, der Stärke und Richtung des Windes und der Witterung im allgemeinen spontan den konkreten Verlauf und das Tempo ihres Rittes festlegen, damit die Hunde dem Duft der Losung folgen können. Die Equipage hält die Hunde nun zusammen, denn der Abstand zu dem Schleppenleger muss erst hergestellt sein. Die Jagdreiter stehen beisammen und alle freuen sich auf den bevorstehenden Ritt.  Sind die Hunde freigegeben, gibt der Master mit einem fröhlichen und lautem „Gute Jagd“ bei gezogener Kappe die Jagd auch für die Reiter frei. Letztere antworten ebenso laut und deutlich und reihen sich in ihrem Feld auf ihrem Platz ein. Master und Equipage reiten dicht bei den Hunden. Dann folgt der Jagdherr bzw. Feldführer mit seinen Feldmastern und die Reiter des springenden Feldes. Im  Anschluss hieran die Reiter des nicht springenden Feldes. Für alle Teilnehmer ist es wichtig, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen, um sich nicht unnötig zu gefährden und Rücksicht auf die Mitreiter nehmen zu können. Alle reiten an ihrem Platz, halten Abstand zu den Vor- und Nebenreitern, kreuzen nicht vor Hindernissen. Die Vorderleute, schon gar nicht die Feldführer oder gar die Equipage dürfen überholt werden. Wird ein Pferd doch einmal zu heftig und schnell, nimmt der Reiter über Volten aus dem Jagdfeld  das Tempo aus seinem Ritt und reiht sich weiter hinten wieder ein.  Laut gebend arbeiten die Hunde die Schleppe aus, folgen in großen Bögen über Felder oder in schnellstem Galopp auf Wegen der künstlichen Fährte.  Die Jagdstrecke ist  in mehrere Abschnitte von ca. 2 bis 3 Kilometern eingeteilt. Zu jedem Stopp wird die Schleppe aufgenommen, d.h. der Schleppenleger und sein Begleiter warten auf die Hunde und die ganze Jagdgesellschaft.  Die Hunde und Pferde können ein wenig durchatmen, die Reiter sich erholen und in ersten Gesprächen das gerade Erlebte frisch verarbeiten. Und vor allen Dingen können die Jagdfelder sich erneut formieren. Nach kurzer Zeit geht die Schleppe erneut ab, die Hunde werden angelegt und „Gute Jagd“. Zur halben Strecke wird eine Pause, ein großer Stopp, zumeist auf schöner Lichtung im Wald, eingelegt. Hunde werden getränkt, die Pferde können verschnaufen und sich erholen und die Reiter haben Gelegenheit sich zu stärken. Besonders schön klingen die Hörner der Bläser im Echo der Waldränder. Die unberittenen Teilnehmer der Jagdgesellschaft hatten auf den Transportanhängern die Möglichkeit, weite Teile der Jagd zu verfolgen, wurden sie doch an die interessantesten Punkte gefahren. Beim großen Stopp haben auch sie nun Gelegenheit, sich zu stärken und sich bei ihren Jägern nach dem Befinden von Pferd und Reiter zu erkundigen. Die Reiter meiden die Nähe der abgelegten oder sich sammelnden Hunde, um diese nicht zu stören oder zu gefährden.  Nach kurzer Zeit heißt es aber wieder aufsitzen.  „Aufbruch zur Jagd“ wird erneut geblasen. Angeritten wird wiederum erst, wenn die Hunde sicher auf der Fährte liegen. Der Master zieht seine Kappe und gibt die Jagd damit wieder frei. Es erklingt das Signal „Gute Jagd“. Kreuzt Hase, Reh, Sau oder Hirsch die künstliche Fährte, ist von der Equipage besondere Aufmerksamkeit gefordert, um die Hunde ggfs. zu sammeln und geschlossen wieder auf die Spur zu bringen. Die Jagdgesellschaft hält sich dann ruhig im Hintergrund und stört die Arbeit nicht. Am Ende der Jagd wird beim Eintreffen der Reiter „Halali“ geblasen. Dazu hat man den rechten Handschuh auszuziehen (früher zum Ausheben des Wildes nötig). Anschließend werden die Pferde geführt. Nach dem  Signal „Zu den Brüchen“  holt man sich unaufgefordert einen Bruch beim Jagdherrn. Erst danach stellen sich alle Jagdreiter im Halbbogen um die Hunde. Auf das Signal „Hunderuf“ nehmen die Hunde das Curèe an. Alle Jagdreiter ziehen dazu ihre Kappe als Dank für die Hunde. Anschließend wird „Hirschtod“ oder „Sautod“ geblasen, dann folgt das Signal zum „Ende der Jagd“. Die Jagd klingt aus mit dem „Großen Halali“. Das Plateau in der Kieskuhle nahe des Gutshofes stellt einen hervorragenden und schön geschlossenen Rahmen für den Abschluss der Jagd. Gemeinsam zieht das Jagdfeld ab. Nach dem Versorgen der Pferde und Hunde wird in der geschmückten Diele des Pferdestalles gemeinsam gegessen und so manche Episode des Tages besprochen. Schwer fällt den meisten der Abschied aus der fröhlichen Gemeinschaft.  Die Philosophie der Jagdreiterei formulierte der  Master der Niedersachsen-Meute, Camill von Dungern so: „Bei uns geht es nicht um Ruhm, um Gewinnen. Bei uns geht es um Ankommen, um Gemeinschaft, Fairness, gegenseitige Achtung und Anerkennung, um Füreinandereinstehen“. In diesem Sinne veranstaltet der Kreispferdesportverband Lüneburg e.V. mit Hilfe der Familie Jochen Cordes seine Schleppjagden in Neetze seit vielen Jahren und hoffentlich noch oft in der Zukunft.                                             Herzlichen Dank dem Reitsport Magazin                                             und Frau Muchow für den Bericht zur 50. Jagd
Kreispferdesportverband Lüneburg e.V.          Ehemals Kreisreiterverband Lüneburg e.V.
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